Am 1. Juli organisierte der Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus“ einen Zeitzeugenvortrag für die 10. Klassen.
Ernst Grube, der Pate des Werner-von-Siemens-Gymnasiums, wurde 1932 als Kind eines christlichen Vaters und einer jüdischen Mutter in München geboren.
Mit 6 Jahren wurde er von seinen Eltern getrennt und mit seinen Geschwistern in ein Kinderheim gesteckt. Seine Kindheit war von Gewalt und Ausgrenzungen geprägt und von der Sorge, was mit ihm und seiner Familie passieren würde.
Anfang 1945 wurde er in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, die sowjetische Armee befreite im Mai 1945 das Lager.
Ernst Grube hat die Nazizeit überlebt, nicht aber seine Onkel und Tanten, nicht seine Cousins und Cousinen, die alle ermordet wurden.
Er entschied sich, in Deutschland zu bleiben, machte eine Malerlehr, holte das Abitur nach und wurde schließlich Berufsschullehrer.
Er engagierte sich gegen die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik und die Besetzung wichtiger Posten durch „ehemalige“ Nationalsozialisten.
Wegen seiner Mitgliedschaft in der 1956 verbotenen KPD wurde der mehrfach verhaftet und zu Gefängnisstrafen verurteilt, auch von Richtern, die in der Zeit des Nationalsozialismus Karriere gemacht hatten.
Heute lebt er in Regensburg und setzt sich immer noch für Demokratie und Menschenrechte ein.
Zuletzt erschien im Avant Verlag eine Graphic Novel über sein Leben.










