Die beiden Q12-Geographie-Kurse (eA) verbrachten einen abwechslungsreichen Exkursionstag in München, bei dem sich zentrale Inhalte des Unterrichts unmittelbar vor Ort erleben ließen. Treffpunkt war um 8:15 Uhr am Hauptbahnhof Regensburg, von wo aus die Gruppe gemeinsam mit der Deutschen Bahn in die Landeshauptstadt aufbrach.
Erstes Ziel war das Alpine Museum auf der Praterinsel. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler eine spannende Führung durch die Sonderausstellung „Zukunft Alpen. Die Klimaerwärmung“. Anhand anschaulicher Beispiele wurde deutlich, wie stark sich der Klimawandel bereits heute auf den Alpenraum auswirkt und welche Herausforderungen sich daraus für Mensch und Natur ergeben. Einen besonderen Eindruck vom frühen Alpinismus vermittelte die detailgetreu rekonstruierte Höllentalangerhütte im Museumsgarten, die überwiegend aus Originalmaterialien wieder aufgebaut wurde.
Während der Führung regten interaktive Stationen immer wieder dazu an, den eigenen Umgang mit Ressourcen zu hinterfragen. So standen unter anderem der persönliche Wasserverbrauch und die Frage im Mittelpunkt, welchen Beitrag jede und jeder Einzelne zum Klimaschutz leisten kann.
Nach einer kurzen Mittagspause folgte der zweite Programmpunkt: Ein Vortrag von Dr. Michael Altmayer zum Thema „Isar – Renaturierung, Hochwasserschutz und Naherholungsraum“ vermittelte zunächst die theoretischen Grundlagen moderner Flussrenaturierung und zeigte auf, wie ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen miteinander in Einklang gebracht werden können.
Direkt im Anschluss wurden die Inhalte bei einem geführten Spaziergang entlang der Isar greifbar. Dr. Altmayer erläuterte verschiedene Renaturierungsmaßnahmen, erklärte die Funktionsweise von Fischtreppen und zeigte den Aufbau der Hochwasserschutzdämme mit ihrem von außen nicht sichtbaren Betonkern. Dadurch wurde sichtbar, wie theoretische Konzepte in der Praxis umgesetzt werden.
Die Exkursion ermöglichte den Q12-Geographie-Kursen (eA) einen praxisnahen Einblick in wesentliche Themen des Lehrplans. Insbesondere die Auseinandersetzung mit den Folgen des Klimawandels, nachhaltiger Raumentwicklung sowie den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt konnte durch die vielfältigen Eindrücke vor Ort vertieft werden. Damit wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig geographisches Wissen für das Verständnis aktueller gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen ist.











