Am 9. Juli 2026 tauschten unsere AbiBac-Gruppen der 11. Jahrgangsstufe und der Q12 das Klassenzimmer gegen einen außerschulischen Lernort in Regensburg. Vor dem offiziellen Programm im Haus der Bayerischen Geschichte nutzten wir das sonnige Wetter am Donaumarkt für ein gemeinsames Eisessen an der Donau. Frisch gestärkt starteten wir dann um 15:30 Uhr im Museum.
Zuerst besuchten wir die aktuelle Sonderausstellung „Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie“. Die Ausstellungsfläche zeigt die chaotischen 1920er-Jahre in Bayern und ist in mehrere chronologische Bereiche unterteilt, durch die man nacheinander hindurchläuft. Wir konnten gut nachvollziehen, wie Adolf Hitler hier vom unbekannten Zuschauer zum Anführer der Nationalsozialisten wurde. Erschreckend war für uns zu sehen, wie mild die bayerische Justiz nach dem gescheiterten Hitlerputsch 1923 urteilte. Hitler nutzte die Gerichtsverhandlung geschickt als mediale Plattform für seine Zwecke.
Der Schwerpunkt unseres Aufenthalts lag dann auf dem Workshop „Macht der Bilder – Von der Propaganda zur KI“. Zu Beginn analysierten wir die historischen Fotos von Heinrich Hoffmann, dem persönlichen Fotografen Hitlers, um die Mechanismen der nationalsozialistischen Massenmanipulation zu verstehen. Danach schlugen wir die Brücke in unsere Gegenwart: Wir diskutierten über die Wirkung von Bildern auf TikTok oder Instagram und lernten, wie man moderne, KI-generierte Fake-Bilder erkennt.
Der Ausflug hat uns deutlich gezeigt, dass eine Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist und aktiv verteidigt werden muss. Gerade im Zeitalter von Social Media und künstlicher Intelligenz ist ein kritischer Blick auf Medien wichtiger denn je.
Marie Fitz und Lena Renner für die AbiBac-Gruppen der 11. und 12. Jahrgangsstufe











