Big City Vibes mit politischem Tiefgang – Die Klasse 11b in Berlin

Vom 14. bis 18. Juli 2025 unternahm die Klasse 11b eine spannende Studienfahrt nach Berlin, begleitet von den Lehrkräften Frau Heim und Herrn Meier. Möglich gemacht wurde die Reise durch das Engagement der beiden Schülerinnen Milena Rohrmeier und Judith Maschauer, die mit Unterstützung von Frau Dr. Wagner (SPD) eine Einladung zum Bundestag organisierten.  Die Reise bot nicht nur vielfältige Einblicke in Geschichte und Politik, sondern auch in die kulturelle und stadtgeographische Entwicklung der Metropole.

Anreise und erster Eindruck der Hauptstadt

Früh morgens um 7:00 Uhr startete der Bus in Regensburg. Nach der Ankunft am Nachmittag begab sich die Klasse auf einen ersten Spaziergang durch das Berliner Regierungsviertel. Dabei wurden zentrale Orte wie das Brandenburger Tor, das Reichstagsgebäude und das Kanzleramt erkundet. Ein besonders eindrucksvoller Moment war der Besuch des Denkmals für die ermordeten Juden Europas, das mit seiner symbolischen Architektur einen nachdenklichen Einstieg in die kommenden Tage bot.

Demokratie erleben und Auge in Auge mit dem T-Rex

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der deutschen Demokratie. Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus zum Deutschen Bundestag. Nach dem Sicherheitscheck erhielten die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Einführungsvortrag über die Arbeitsweise des Parlaments, die Zusammensetzung der Fraktionen und die Bauweise des Plenarsaals. Anschließend folgte ein Gespräch mit einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Abgeordneten, in dem aktuelle politische Themen sowie Fragen der Jugendlichen offen diskutiert wurden. Der Besuch der gläsernen Reichstagskuppel ermöglichte einen einzigartigen Ausblick über Berlin – ein architektonisches Symbol für Transparenz in der Politik.

Zum Mittagessen ging es ins Paul-Löbe-Haus. Der Nachmittag führte die Gruppe zum Potsdamer Platz, wo Zeit zur freien Verfügung blieb, bevor am Abend die private Führung im Naturkundemuseum nach Museumsschluss auf dem Programm stand. Neben beeindruckenden Ausstellungen zur Evolution und Artenvielfalt faszinierte insbesondere das weltgrößte Dinosaurierskelett sowie der beeindruckende T-Rex-Schädel, der viele Blicke auf sich zog.

Olympiastadion und Kreuzberg im Wandel

Am Mittwoch besuchte die Klasse das geschichtsträchtige Olympiastadion. Im Rahmen einer 90-minütigen Führung lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die nationalsozialistische Vergangenheit des Stadions kennen, etwa seine Funktion als Propagandainstrument bei den Olympischen Spielen 1936, sondern auch seine aktuelle Bedeutung als multifunktionale Sportarena. Die Führung führte u.a. in die Katakomben, die Spielerkabinen und sogar in den Spielertunnel. Themen wie das Champions-League-Finale 2015, die Europameisterschaft 2024 sowie der Alltag von Hertha BSC als Heimverein zeigten den Wandel vom historischen Bauwerk zum modernen Veranstaltungsort.

Am Nachmittag begab sich die Gruppe nach Kreuzberg. Beim Spaziergang durch den Stadtteil wurde nicht nur die berühmte East Side Gallery besucht, sondern auch über die stadtgeographische Entwicklung Kreuzbergs diskutiert. Stichworte wie Gentrifizierung, kulturelle Vielfalt und soziale Durchmischung begleiteten die Beobachtungen vor Ort – ein anschauliches Beispiel für die Dynamik urbaner Räume.

Teilung, Spionage und ein kulturelles Highlight

Der Donnerstag begann mit einem Besuch am historischen Checkpoint Charlie, einem der bekanntesten Grenzübergänge der Berliner Mauer. Danach erkundete die Gruppe in freier Zeit das Mauermuseum, das mit eindrucksvollen Fluchtgeschichten und Originalobjekten fesselte. Nach der Mittagspause folgte eine Führung durch das Spionagemuseum, bei der verdeckte Operationen und Überwachungstechniken aus Ost und West beleuchtet wurden.
Anschließend stand ein Besuch der Topographie des Terrors auf dem Programm, wo die Schülerinnen und Schüler sich trotz starken Regens intensiv mit den Verbrechen des NS-Regimes auseinandersetzten.

Den Tagesabschluss bildete ein besonderes kulturelles Ereignis: Im Tipi am Kanzleramt besuchte die Klasse das Musical „CABARET – Das Berlin Musical“, das mit seiner eindrucksvollen Inszenierung das Berlin der 1930er Jahre auf die Bühne brachte.

Ob politische Einblicke im Bundestag, staunende Blicke an historischen Orten oder gemeinsame Pausen bei Currywurst und Döner – die Berlinfahrt war eine rundum gelungene Mischung. Auch Frau Heim und Herr Meier denken gerne an die gemeinsame Woche zurück: spannend, erlebnisreich und vor allem geprägt von einem richtig schönen Miteinander.

Und trotzdem war sich die 11b am Ende einig:

„Das Schönste an Berlin ist dann doch die Heimfahrt nach Bayern.“ 😉

Johanna Heim und Andreas Meier

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